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Das Eigenheim als Investition in die Zukunft

Viele Menschen träumen von einem eigenen Haus mit großem Garten und sehen das eigene Haus als einen Spar- und Rentenplan für spätere Zeiten. Jedoch vergessen die meisten Häuslebauer die Betriebs- und Instandhaltungskosten, die im Laufe der Jahre auf Sie zukommen. Nach 20 Jahren fällt auf einmal die Heizung aus und muss repariert werden. Oder das Dach ist undicht. Vielleicht wollen Sie sich auch einfach ein neues Bad gönnen. Das sind alle Kosten, die Ihren Traum vom Eigenheim trotz niedriger Zinsen schnell zum Albtraum werden lassen. Daher ist eine Immobilie nicht als Geldanlage zu sehen, sondern eher wie eine Investition auf Zeit wie zum Beispiel der Kauf eines Fahrzeuges.

Das Eigenheim als beliebteste Geldanlage der Deutschen

Umfragen bestätigen, dass das Eigenheim zu einer der beliebtesten Geldanlagen in Deutschland gehört. Vor allem auf Grund der momentanen Niedrigzinsphase hat sich in der Baubranche ein richtiger Boom entwickelt. Ein Dach über dem Kopf gehört nicht nur zu den menschlichen Sicherheitsbedürfnissen, sondern gilt neben schwer verständlichen und riskanten Anlagen wie Anleihen und Aktien als die sicherste Anlageform. Jedoch trifft diese Annahme definitiv nicht für alle Menschen zu. Ob eine Immobilie sinnvoll ist, hängt dabei vom Einzelfall ab.

Man sollte sich jedoch vergegenwärtigen, dass jede Immobilie eine Investition darstellt wie der Kauf einer Maschine oder einer Aktie. Mit der Immobilie sind laufende Einnahmen und Ausgaben verbunden und die Anlage endet mit einem Endwert. Berechnet man diese Faktoren mit ein, dann lässt sich eine jährliche Rendite berechnen. Viele verlassen sich jedoch lieber auf ihr Bauchgefühl.

Beispiel-Rechnung für eine Vier-Köpfige-Familie

Ein Ehepaar mit zwei Kindern interessiert sich für ein neuwertiges Haus mit einem Kaufpreis über 350.000 Euro inklusive Grunderwerbssteuer, Maklercourtage und der Notargebühren in Oldenburg. Das Paar konnte sich durch ihre Arbeitstätigkeit und Zuwendungen von Verwandten ein Vermögen von 100.000 Euro ansammeln. Somit wäre ein Kredit in Höhe von 250.000 Euro fällig. Die Familie möchte etwa 20 bis 25 Jahre lang in dem Haus wohnen. Die Familie ist realistisch und sieht das Eigenheim als eine Investition auf Zeit. Durch die wegfallende Miete entsteht ein Mietvorteil von 1.000 Euro, was einer Verzinsung von 3,75 Prozent entspricht. Die Instandhaltungskosten des Hauses werden auf 3.000 Euro pro Jahr kalkuliert. Es wird angenommen, dass die Mietvorteile sowie Rücklagen und der Grundstückswert pro Jahr um einen Prozent steigen. Das Gebäude verliert allerdings jedes Jahr ein Prozent an Wert auf Grund des Verschleißes. Somit liegt der Endwert in 25 Jahre bei 283.000 Euro.

Andererseits müssen die Kosten für das Darlehen beachtet werden. Notwendig waren 250.000 Euro an Kredit, der innerhalb von 15 Jahren zurückbezahlt werden soll. Der jährliche Nominalzins liegt bei drei Prozent. Das bedeutet, dass für das Ehepaar insgesamt 180 Raten von jeweils 1.726 Euro fällig sind.